Wegen Insektensterbens: Farfalle jetzt nur noch ohne Schmetterlings-Füllung

Schlechte Nachrichten für alle Pasta-Fans: Aufgrund des Insektensterbens will die EU-Kommission das Verwenden echter Schmetterlinge zur Herstellung der beliebten Farfalle ab sofort untersagen.

In Italien, dem Mutterland der Pasta, sorgte die Entscheidung für einen Sturm der Entrüstung. Dort werden die Schmetterlinge bis heute noch in liebevoller Handarbeit mit einem kleinen Hämmerchen betäubt, in Teig getunkt und dann unter der mediterranen Sonne getrocknet. Je nach verwendeter Schmetterlingsart, gibt es die Nudeln in unterschiedlichen Farben und Formen.

Doch das europaweite Insektensterben ist auch in der Heimat der Pasta zu spüren – immer seltener sind die Schmetterlinge in freier Wildbahn zu sehen. Die meisten Farfalle werden inzwischen mit Schmetterlingen aus Käfighaltung produziert. Farfalle aus frei-flatternden Schmetterlingen erzielen Höchstpreise.

Viele Konsumenten wissen dabei gar nicht, wie aufwändig die Farfalle-Herstellung ist. Das richtige Knacken, oft als „al dente“ bezeichnet, ist aber nur mit einem Schmetterlings-Kern möglich. Auch die perfekte Form der Nudeln ist schwer zu imitieren. Bisherige Versuche, die Nudeln maschinell und zu 100% aus Hartweizen-Teig herzustellen, waren kläglich gescheitert. Nun steht eine ganze Industrie vor dem Aus.

Zur Kenntlichmachung der fleisch-freien Nudeln sollen die beliebten Teigwaren ab März 2020 nur noch unter dem Namen „Veggie-Falle“ in Europa verkauft werden dürfen.

Immerhin will die EU-Kommission eine andere Pasta-Sorte unberührt lassen: Für die Herstellung der ebenfalls beliebten Fusilli dürfen weiterhin Staubfusseln verwendet werden.

Lesen Sie hier, wie ein Schmetterling als Sündenbock herhalten musste.

Originalfotos (bearbeitet): Pixabay

Share and Enjoy !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ähnliche Beiträge