Machthungriger Südstaaten-Anführer droht mit Spaltung der Union

„Verfluchte Yankees“, knurrt Marcus Sewder und spukt verächtlich einen Spritzer rot-gelben Kautabak auf den Boden. Dann wendet er sein Ross, um zu seinen Getreuen zu sprechen: „Wenn wir hier den Rubikon überqueren, sind die Würfel gefallen!“

„Das ist die Donau, Sir!“, halt es aus seiner Truppe. Betretenes Schweigen.

Vor wenigen Wochen war Sewder noch ein einfacher Hopfenplantagen-Besitzer aus dem Südosten der Republik und zufrieden mit seiner Position als Gouverneur. Bundespolitik hatte ihn nie interessiert, doch die zunehmende Gängelung aus der Hauptstadt ließ ihn umdenken.

Schon immer hatten die sogenannten Landsleute aus dem Norden verächtlich auf die Südstaatler und ihre Eigenheiten herabgeschaut. Strows, Stoybear – viele tapfere Männer aus dem Süden hatten ihr Glück in der Bundespolitik versucht und waren geschlagenen Hauptes in die heimatlichen Gefilde zurückgekehrt.

Doch nicht heute! Sewder ist für die Konfrontation bereit, das Ross von hinten aufgesattelt.

Sein Gegner ist ein verfluchter Yankee, der Altunionist La Shat. Ein Duell zum Schuhplattlern hatte der Feigling ausgeschlagen. Nun muss Sewder in die Höhle des Löwen, nach Berlin.

Wenn er sich dort gegen La Shat durchsetzen kann, gibt es endlich wieder Hoffnung für den Süden. Ansonsten bliebe nur der Weg der Sezession. Doch Sewder und seine Männer sind bereit, bis zum Äußersten zu gehen, um für die Bewahrung ihrer Lebensweise zu kämpfen.

Dann reiten die Männer dem Sonnenuntergang entgegen – doch Berlin liegt im Norden.

Fotos (bearbeitet): Pixabay

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