Scholz plötzlich vorne ­­­­­­­­­­– „Wollte eigentlich gar nie Kanzler werden. Bitte wählen Sie mich nicht!“

In einer aktuellen Umfrage lag die SPD am Sonntag erstmals gleichauf mit der CDU/ CSU. Damit wäre jetzt eine Ampelkoalition unter SPD-Führung möglich. Nicht nur das: Bei einer Direktwahl würden sich 34% der Befragten für SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz entscheiden, jedoch nur 12% für Unionskandidat Armin Laschet. Ein dramatischer Abwärtstrend nur fünf Wochen vor der Bundestagswahl!

Während Laschet und Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock durch einen weitgehend inhaltslosen Wahlkampf und diverse Plagiats- und Lebenslaufaffären an Zustimmung verloren hatten, überzeugte Scholz durch seine ganz eigene Stärke: Er ist weder Laschet noch Baerbock. Selbst seine Cum-Ex-Affäre kann dem SPD-Schattenkandidaten nichts anhaben in einem Wahlkampf, der unter dem Motto „Tempo, kleine Schnecke“ läuft. Alles was Scholz tun muss ist nichts zu tun, denn mit jedem Interview und Wahlkampfauftritt seiner Opponenten steigt die Zustimmung für ihn.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte? Wie aus SPD-Kreisen bekannt wurde, gefällt Scholz die unerwartete Favoritenrolle gar nicht. „Eigentlich will Olaf gar nicht Kanzler werden und er hat sein möglichstes getan, um den Wahlkampf unerkannt und weit abgeschlagen hinter sich zu bringen. Dass Armin und Annalena jetzt so schwächeln, war nicht abgemacht. Olaf hat die Startlinie nie verlassen, doch die anderen beiden laufen plötzlich rückwärts“ so ein SPD-Insider. Die neuen Umfragewerte lassen ihm keine Wahl. Scholz muss aktiv in den Wahlkampf eingreifen, um Zustimmungswerte abzubauen. Sonst muss er am Ende ins Kanzleramt!

Unions-Kandidat Laschet gibt sich unterdessen gelassen. Die Würfel seien noch nicht gefallen. Er plane die nächste Phase seines Wahlkampfes zu zünden, bei der es endlich um Inhalte gehen soll: „Ich werde konkrete Pläne für die Innen- und Außenpolitik vorlegen, ja sogar die Zwischenpolitik. Spätestens im Oktober werde ich im Wahlkampf einen Gang zulegen. Bis dahin muss ich noch etwas nachdenken.“

Foto: Shutterstock

Share and Enjoy !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ähnliche Beiträge