Folgenlose Verstöße bei Stuttgarter Querdenker-Demo – Polizei suchte ihre Eier

Am Ostersamstag demonstrierten wieder 15.000 sogenannte Querdenker in Stuttgart. Abstandhalten und Maske-tragen waren dabei die Ausnahme – für niemanden überraschend, bis auf die Genehmiger der Demonstration. Dafür flogen Steine auf die sogenannte Lügenpresse, während gleichzeitig gegen die gefühlte Einschränkung der öffentlichen Meinung protestiert wurde.

Auch das Verhalten der Polizei war paradox an diesem Oster-Samstag in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Während andernorts knallhart die Corona-Regeln durchgesetzt werden und viele Bürger*innen ausrechnen müssen, mit wie vielen Personen und Haushalten man sich tagesaktuell treffen darf, fand hier ein Superspreader-Event vor den Augen der Staatsmacht statt.

Doch wie sich nun herausgestellt hat, gab es gute Gründe für das Nichtstun seitens der Polizei. „Wir haben unsere Eier nicht gefunden“, so Einsatzleiter Kunze bei einer Nachbesprechung. „Lassen Sie mich erklären: Wir haben als Oster-Überraschung Schoko-Eier für unsere Beamtinnen und Beamten in der Stuttgarter Innenstadt versteckt. Damit wollten wir die Stimmung heben, denn niemand möchte am Osterwochenende einen Haufen Querdenker betreuen. Wahrscheinlich waren die Verstecke aber zu anspruchsvoll gewählt. So waren die Einsatzkräfte leider abgelenkt und bis zum Abend hatten die meisten immer noch keine Eier. Das erklärt, warum viele Verstöße nicht geahndet wurden.“

Die Verantwortlichen wollen nun Konsequenzen ziehen. „Nächstes Mal machen wir Kehrwoche mit den Querdenkern!“ so Kunze.

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Fotos (bearbeitet): PixabayShutterstock

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