Nur gerecht: Pferdeäpfel müssen jetzt auch in Plastiksäcken aufgesammelt werden

Ein vertrautes Bild in den meisten deutschen Kommunen: Hundebesitzer*innen müssen den von ihren Vierbeinern hinterlassen Kot in einem kleinen Plastikbeutel aufsammeln und in den dafür vorgesehenen Behältern entsorgen. So werden öffentliche Grünflächen und Gehwege reingehalten.

Eine sinnvolle Regelung, die nun auf eine weitere Tierart ausgeweitet wird: Pferde. Denn während Hundekot stark reglementiert ist, bleiben Pferdeäpfel einfach liegen. Ein klarer Fall von Tier-Rassismus! Dabei „äpfeln“ Pferde alle 30-120 Minuten und produzieren bis zu 50kg Kot pro Tag!

Das Gebot zum Entfernen von Hundekot und die damit verbundenen Bußgelder sind Sache der Länder und Kommunen. Parallel dazu soll der Sachverhalt, Pferdekot nicht zu entfernen, ab 2022 als Ordnungswidrigkeit gewertet werden. Pferdebesitzer*innen, müssen dann also bei Zuwiderhandlung mit Geldbußen rechnen.

Doch die Gemeinden wollen Reitsporttreibenden entgegenkommen. So sollen an bekannten Reitstrecken kostenlos Müllsäcke und Entsorgungsbehältnisse bereitgestellt werden. „Eigentlich ist alles wie mit den Hunden – nur eine Nummer größer“, erklärt Jutta Piesack vom Ordnungsamt Cuxhaven, wo momentan ein Testversuch läuft. „Einige Reiter*innen waren anfangs etwas genervt vom ständigen Absteigen. Wir mussten uns oft anhören, dass wir Pferdeäpfel mit Birnen vergleichen. Und so ein Müllbeutel voll Pferdedung kann schnell mal ein paar Kilogramm wiegen. Doch inzwischen steigt die Akzeptanz. Und wer sich mit den neuen Regeln nicht anfreunden kann, hat immer noch die Alternative das Pferd stallrein zu bekommen oder eine Pferde-Windel zu nutzen.“

In der Bevölkerung stößt das Vorhaben auf große Zustimmung. Besonders Spaziergänger*innen können sich nun wieder ganz ihrem Smartphone widmen, ohne Gefahr in Pferdeäpfel zu treten.

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Fotos (bearbeitet): 1) Shutterstock, 2) Pixabay 

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