Nordkoreas Hacker immer besser – Deutschland durch fehlende Digitalisierung bestens geschützt

Soeben wurden drei nordkoreanische Hacker in den USA verurteilt, die mehr als 1,2 Mrd. US-Dollar erbeutet haben sollen. Das isolierte Land, das durch Cyberangriffe an Devisen kommen will, gehört mittlerweile zu den gefährlichsten Akteuren im Bereich der Cyberkriminalität.

Eine Gefahr für die virtuelle Sicherheit und das globale Netz. Kein Grund zur Besorgnis hingegen für Deutschland, denn die Strategie der Nicht-Digitalisierung macht sich nun endlich bezahlt!

Wie Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, in einem Videotext-Statement verkündete, seien nun die Früchte der langen Arbeit zu sehen. Während andere, hochdigitalisierte Länder in Angst und Schrecken vor den nordkoreanischen Hackern leben müssten, sei Deutschland durch die Strategie der „Überlegenheit durch technologische Unterlegenheit“ bestens geschützt. Egal ob Breitbandversorgung oder digitale Verwaltung, Deutschland drücke seit Jahren erfolgreich auf die Bremse. Angriffspunkte für Hacker sind in der Folge rar gesät.

Wir haben nachgefragt und erhielten nach intensivem Brief-Verkehr einen Termin im Staatsministerium für Digitales. Dorothee Bär erklärt uns die Vorteile der deutschen Strategie, während im Hintergrund die Lochkarten-Maschinen rattern.

Scheinheiligenschein: Frau Ministerin, Deutschland ist aufgrund fehlender Digitalisierung also gut vor Hacker-Angriffen geschützt. Ein Erfolg für das Staatsministerium für Analoges – Verzeihung – Digitales?

Bär: In der Tat. Die Hacker finden in Deutschland kaum Einfallstore und die Ministerien gehen mit gutem Beispiel voran. Wir erhalten zwar hin und wieder Briefe per Post, in denen z.B. nigerianische Prinzen unsere Bankdaten fordern. Unsere Mitarbeiter sind aber geschult, und wissen, dass das Auswärtige Amt für nigerianische Prinzen zuständig ist.

Scheinheiligenschein: Trojaner, Viren und andere Schadsoftware sind also kein Thema für Sie?

Bär: Fast nicht. Tatsächlich hatten wir letzten Sommer einen Trojaner-Angriff zu verzeichnen. Ein paar nordkoreanische Spione hatten sich in einem Holzpferd vor unserem Ministerium versteckt, in der Hoffnung so Zugang zu unserem Lochkarten-Archiv zu bekommen. Sie hatten aber vergessen, dass wir Freitags um 12:00 Uhr ins Wochenende starten. Durst und Hitze haben sie dann schließlich zur Aufgabe getrieben.

Scheinheiligenschein: Was raten Sie Bürgern, die trotzdem hin und wieder das Internet benutzen müssen?

Bär: Ich rate zunächst: Tun Sie es nicht! Das Internet ist ein gefährlicher Ort. Uns ist aber bewusst, dass es manchmal nicht ohne Internet geht. Besonders gefährlich sind unserer Meinung nach Online-Überweisungen und andere Geldtransaktionen im Internetz. Wir arbeiten deshalb an einem Bezahlgerät mit Münz- und Geldscheinschlitzen, das per UPS, oder wie das heißt, an jeden Computer angeschlossen werden kann. So könnten sie zum Beispiel Online-Überweisungen sicher und komfortabel mit Bargeld tätigen. Und das Gerät ist dabei nicht größer als ein handelsüblicher Parkschein-Automat.

Scheinheiligenschein: Wir haben Fragen…

Bär: Tut mir leid, ich muss los. Gerade ist eine Brieftaube vom Kanzleramt angekommen. Mal schauen, was die Kanzlerin getwittert hat.

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Foto: Pixabay

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