Nachhaltiger Marderschutz dank Fuchs unter der Motorhaube

Sie sind die nächtlichen Plagegeister, vor denen sich alle Autofreunde fürchten: Marder. Pro Jahr sind die pelzigen PKW-Zecken für 200.000 Autoschäden verantwortlich. Mit den nahenden Sommermonaten und der Paarungszeit der Marder, drohen wieder schlaflose Nächte. Deshalb installieren nicht wenige Pkw-Besitzer spezielle Marderfallen, die die ungebetenen Gäste mittels Stromschlägen vertreiben sollen. Auch Ultraschallgeräte oder Dornengitter sollen das Auto vor Mardern schützen.

Doch viele Menschen fühlen sich bei derartig rabiaten Methoden gegen die Tierwelt nicht wohl. So auch Gerhard Lomme aus Berchtesgaden. Der Frührentner und selbsternannte Tierfreund hatte immer wieder unter Marderschäden zu leiden. „Elektrische oder chemische Abwehrmittel lehne ich aber strikt ab. Für mich sind das unzulässige Eingriffe in unser Ökosystem!“, erklärt er bei der Vorführung seiner Erfindung. „Also habe ich mich schlau gemacht, wer die natürlichen Feinde des Marders sind. Das sind vor allem größere Greifvögel und Füchse.“ Nachdem er bei ersten Testversuchen einige Adler verschließen hatte, klappte es schließlich mit einem Fuchs unter der Motorhaube.

„Seit der Fuchs dort lebt, habe ich keine Marderschäden mehr. Das sind jetzt schon bald drei Wochen. Man muss nur ab und zu nach dem Rechten schauen und saubermachen. Während der Fahrt kann man den Fuchs natürlich auch rausnehmen, sonst klappert es öfters.“ Nun will Gerhard Lomme mit seiner Geschäftsidee bei „die Höhle der Löwen“ vorstellig werden. Seiner Meinung nach sei Deutschland bereit für einen nachhaltigen und biologischen Marderschutz. Sein Slogan „Besser den Fuchs unter der Haube als den Tiger im Tank“ hat er sich bereits patentieren lassen.

Dass er mit einem Fuchs im Motorraum den Bock zum Gärtner macht, glaubt Herr Lomme indes nicht: „Füchse beißen keine Kabel durch! Lassen Sie sich da keinen Bären aufbinden.“

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Fotos (bearbeitet): Shutterstock

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