Furcht vor globaler Unternehmenssteuer ­– Amazon verlegt Briefkasten-Firmensitz auf den Mond

Schlechte Nachrichten für global agierende Konzerne: die neue US-Regierung unter dem linksradikalen US-Präsident Biden befürwortet eine globale Mindeststeuer für Unternehmen. Damit würden Steuern unabhängig davon fällig werden, ob sie Mehrwert im Heimatmarkt oder den Absatzmärkten erwirtschaften. Steuertricks wie Briefkastenfirmen wären so obsolet; besonders betroffen wären weltweit agierende Konzerne wie Amazon.

Doch das Kapital findet immer einen Weg. Nach kurzer interner Prüfung der vorgeschlagenen Steuer-Pläne durch eine Expertenkommission, war dem Amazon-Vorstand klar, wie diese Schlacht zu gewinnen ist. Da es sich ausdrücklich um eine globale, nicht um eine universale Unternehmenssteuer handelt, wird der Unternehmenssitz kurzerhand auf den Mond verlegt. Logistisch kein Problem, da lediglich der Amazon-Briefkasten aus Luxemburg auf den Erdtrabanten verfrachtet werden muss.

Amazon-Gründer Jeff Bezos besitzt bereits seit einigen Jahren eine eigene Raumfahrtorganisation, die unter anderem die erste Frau zum Mond schicken will (wir berichteten). Vor dem Hintergrund der Unternehmensflucht wohl kein Zufall. Leider war Amazon für ein Statement nicht mehr zu erreichen; Fragen können nur noch postalisch an die neue Adresse verschickt werden. Die Versandkosten: in astronomischer Höhe!

Elon Musk will ebenfalls der drohenden Besteuerung zuvorkommen und hat einen Tesla-Briefkasten per Space X-Shuttle zum Mars schicken lassen. Der rote Planet biete aufgrund seiner Nullsteuer-Politik einen Riesenvorteil bei der Ansiedlung von Tech-Unternehmen, so Musk. Langfristig könnte sich der Mars so zum staubigen Silicon Valley entwickeln. Wenn die Welt weiterhin derart unternehmerfeindlich agiere, drohe ihr bald das wirtschaftliche Aus.

Bilder (bearbeitet): Shutterstock

Share and Enjoy !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ähnliche Beiträge