Passend zu 2020: Viele Haushalte hängen Mist-Zweige auf

Ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende entgegen und die allesbeherrschende Pandemie wirkt sich auch auf alte Sitten und Gebräuche aus.

So hat auch die jahrhundertealte Tradition des Mistelzweigs ein Corona-Update erfahren. Die beliebten immergrünen Pflanzen sollen eigentlich, aufgehängt am Türrahmen, böse Geister abhalten und Glück bringen. Junge Frauen, die unter dem Mistel-Zweig stehen, dürfen laut Brauchtum einen Kuss nicht ablehnen.

Doch in Lockdown-Zeiten mit der derzeit gebotenen Kontaktreduzierung sind solche lustigen sexuellen Belästigungen plötzlich nicht mehr tragbar.

Deshalb hängen immer mehr Haushalte sogenannte Mist-Zweige auf. Dabei wird ein handelsüblicher Mistelzweig in Kuhmist eingewickelt und anschließend an den Türrahmen gehängt. In Großstädten wird auch zu Hunde- oder Katzenkot gegriffen.

Der Mist-Zweig soll Corona-Viren und anderen Mist wie Besucher vom eigenen Heim fernhalten. Außerdem verbindet sich damit die Hoffnung, dass sich ein Scheiß-Jahr wie 2020 nicht wiederholen möge.

Sollte sich trotzdem jemand unter dem Mist-Zweig aufhalten, darf man der Person eine reinhauen.

Lesen Sie hier, wie sich der Lockdown auf Heimwerker auswirkt.

Originalfotos (bearbeitet): 1) Shutterstock 2) Pixabay

Share and Enjoy !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ähnliche Beiträge