Erste Gemeinde plant St. Martins-Umzug als Autokorso

Wieder eine geliebte Tradition, die durch Corona in Gefahr ist: Der alljährliche St. Martins-Umzug, der am 11. November hätte stattfinden sollen, wurde in vielen Gemeinden bereits pro-aktiv abgesagt. Zwar sind nach heutigem Stand derlei Aktivitäten im Freien noch gestattet, aber die derzeitige Entwicklung verheißt nichts Gutes.

In der St. Iocus Kirche in Bonn will man die Veranstaltung jedoch nicht kampflos aufgeben und zeigt sich kreativ: Der St. Martins-Umzug wird zum Autokorso!

Dabei können die Kinder ihre selbstgebastelten Laternen aus dem Fenster hängen, während der Autokorso in Schrittgeschwindigkeit und mit andächtigem Hupen die Hauptstraße entlangfährt. Das Sankt-Martins-Lied soll dabei aus den geöffneten Fenstern der Autos ertönen und die festliche Atmosphäre perfekt machen. Ein Licht in dunklen Zeiten!

Und nicht nur das: Für die Veranstalter war der Umstieg ein willkommener Anlass, der Botschaft St. Martins mit einer zeitgemäßen Adaption wieder neues Leben einzuhauchen.

Kirchen-Sprecherin Hilde Gard: „Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht. St. Martin auf dem Pferd wird nun von einem Aston Martin verkörpert, der den Korso anführt. Der Bettler wird von einem liegengebliebenen Dacia symbolisiert, dessen Fahrer dann von St. Aston Martin in seiner Barmherzigkeit mitgenommen wird – Carsharing statt Mantel-Teilung! Ich denke, so haben wir mit der Geschichte einen tollen Bogen in das Hier und Jetzt geschlagen und die Reaktionen aus der Gemeinde sind sehr positiv.“

Anschließend wollen sich die Korso-Teilnehmer noch beim McDrive stärken, bevor die Lichter ausgehen und jeder nach Haus geht.

Kann der Autokorso als Blauphase für andere St. Martins-Umzüge dienen oder sollte man besser den Mantel das Schweigens über dieses Vorhaben legen?

Lesen Sie hier, wie der ADAC Stellung gegen das Tempolimit bezieht.

Originalfotos: https://pixabay.com/de/ (bearbeitet)

Share and Enjoy !

0Shares
0 0