Nack Rücktritt von Jeff Bezos: Alexa wird Amazon-Chefin

Wie am Dienstag völlig überraschend gemeldet wurde, will Jeff Bezos im dritten Quartal den Chef-Posten bei Amazon räumen und in den Verwaltungsrat wechseln. Auch beim designierten Nachfolger gab es eine handfeste Überraschung: Der Konzern wird in Zukunft von Alexa, der Amazon-Sprachassistentin geleitet. Die Entscheidung fiel, als Jeff Bezos nachdenklich in seiner Villa über die Zukunft des Versand-Riesens nachdachte: „Alexa, wer kann Amazon künftig am effizientesten leiten?“. Die Antwort „Alexa“ überraschte Bezos zunächst. Doch die durchschnittliche Kundenbewertung von 4,5 Sternen auf Amazon für Alexa überzeugten ihn schließlich davon, dass sie die Richtige für den Job sei.

Mit ein paar Änderungen im Programmcode konnte die Künstliche Intelligenz von Alexa an Jeff Bezos‘ Charakterprofil angepasst werden. So wird Alexa das Unternehmen ganz in seinem Sinne weiterführen. „Ich denke Alexa wird einen noch besseren Job machen als ich“, so Bezos, „denn in manch schwachen Momenten habe ich doch etwas Menschliches durchblitzen lassen. Es gibt immer noch zu viele Pinkelpausen und mit dem richtigen Algorithmus lässt sich das Lohn/ Arbeitszeitverhältnis noch weiter optimieren.“

Ideal: Alexa verlangt kein eigenes Gehalt, sondern ist nur daran interessiert, die Renditen für die Shareholder zu steigern und Amazon zur Weltherrschaft zu verhelfen. Und das alles 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, ohne nervige Urlaubs- oder andere Fehltage! Ein weiterer Vorteil: Alexa lauscht bereits in Millionen Haushalten mit. Das Ohr nah am Kunden zu haben ist bei Amazon also schon Realität. Auch bei den eigenen Mitarbeitern hört Alexa mit – Beschwerden kommen so direkt an die Geschäftsleitung bzw. werden gar nicht erst geäußert. Außerdem klappt es endlich mit der Frauenquote, da Alexa, zumindest dem Namen nach, weiblich ist.

In der Chefetage wurde die designierte Chefin herzlich empfangen und sogleich mit Fragen gelöchert. „Alexa, was ist eine Gewerkschaft?“ wollte zum Beispiel der Amazon HR-Manager sogleich wissen. Jeff Bezos kann sich also bald gemütlich zurücklehnen – wohlwissend, dass sich sein Lebenswerk in guten Algorithmen befindet. Nun kann er sich um andere Projekte, wie sein Raumfahrtprogramm kümmern. „Vielleicht kaufe ich auch ein paar Länder“, so Bezos. „Nach der Corona-Krise sind die echt günstig zu haben. Alexa, was kostet Deutschland?“

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Fotos (bearbeitet): Pixabay

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