Nach „Zigeuner-Saucen“-Eklat: Zentralrat der Blondinen springt Janine Kunze in die Seite

Am Wochenende hatte sich in den sozialen Medien ein gewaltiger Shitstorm zusammengebraut, nachdem Schauspielerin Janine Kunze in der WDR-Sendung „Die letzte Instanz“ ihr Unverständnis über die negative Konnotation des Begriffs „Zigeuner“ geäußert hatte und ihre eigene Erfahrungen als „blonde Frau mit großer Brust“ mit denen diskriminierter Minderheiten verglichen hatte.

Nun erhielt sie Unterstützung vom Zentralrat der Blondinen. „Wir wollen Janine Kunze in die Seite springen“ , so die Vorsitzende K. Lischee. „Jede blonde Frau ist wichtig. Denn wissen Sie, wie viele Blondinen man braucht, um eine Glühbirne einzudrehen? Janine hat unsere volle Solitairität; als Tochter von Hausmeister Krause hat sie schon genug um die Ohren.“

Überhaupt sei die Diskriminierung von Blondinen in der Gesellschaft ein altes Problem, und verdiene endlich Aufmerksamkeit. „Was Frauen aufgrund ihrer Haarfarbe in diesem Land erleben müssen ist unfassbar. Und nicht erst seit gestern! Googeln Sie mal Hitler und Blondi! Aber wir werden allen Blondinen in den Rücken fallen, um ihn zu stärken.“

Jetzt seien auch Qualitäts-Medien gefragt, den Vorfall nicht mit billigen Blondinen-Witzen auszuschlachten. „Bei der aktuellen Berichterstattung trennt sich das Streu vom Weizen“, so K. Lischee.

Als nächsten Schritt hat der Zentralrat der Blondinen nun zu einer Protest-Aktion aufgerufen: Ab morgen sollen alle Betroffenen in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Orten mit vielen Menschen Schutzmasken tragen. „Mit dieser ungewöhnlichen Aktion wollen wir auf das Schweigen aufmerksam machen, das in Deutschland bezüglich der Diskriminierung von Blondinen herrscht. Jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich muss meine Haare nachblondieren. Blonde lives matter!“

Ober-Blondine Thomas Gottschalk, der sich in derselben Sendung ebenfalls als Minderheiten-Experte hervorgetan hatte, will ebenfalls an der Aktion teilnehmen. „Wetten, dass ich als Mohr verkleidet komme?“ so der Entertainer.

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Foto: Pixabay

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