Schluss mit lustig! Polizei testet mobilen Schneeballwerfer gegen Wintersportler-Ansammlungen

Schneefall im Norden Deutschlands lockte am Samstag viele Menschen nach draußen zum Rodeln – so auch in Berlin, wo die Polizei den beliebten Schanzenberg sperren musste, da sich dort zu viele Wintersportler drängten. Während man im Sauerland bereits ein erfolgreiches Konzept gegen den Andrang der Schnee-Liebhaber eingeführt hat (wir berichteten), präsentierte Berlin nun eine eigene Strategie, um der Lage Herr zu werden.

Am Sonntagmorgen ist Schluss mit lustig, als die Berliner Polizei den „Yeti“ auffahren lässt, einen mobilen Schneeballwerfer. „Hier spricht die Polizei! Bitte halten Sie die Abstandsregeln ein, sonst müssen wir das Feuer eröffnen!“. Ein erwartungsvolles Raunen geht durch die Menge; erste Personen beginnen Schneebälle zu formen.

Polizeisprecher Ernst Kreuter erklärt: „Der »Yeti« ist ein umfunktionierter Wasserwerfer, mit dem wir perfekt geformte Schneebälle auf Bürger abfeuern können, die sich nicht an die Abstands-Regeln halten. Wir sprechen hier von 10 Schuss pro Minute bei einer Geschwindigkeit von 180km/h. Mit dem »Yeti« können wir ein Kind aus 200m Entfernung zielgenau vom Schlitten holen!“

Nach der zweiten Ansage durch die Polizei fällt der erste Schuss. Der Schneeball fliegt unter allgemeinen Applaus und vereinzelten Jubelschreien in die Menge. Die Antwort folgt sofort und der „Yeti“ wird ins Schneeball-Kreuzfeuer genommen. In der Folge eskaliert die Situation zusehends und endet in einem absoluten Schneebad.

In der Praxis muss sich der „Yeti“ also erst noch bewähren – die Polizei wurde von der Reaktion der Berliner kalt erwischt. „Wir müssen nachjustieren“, räumt Kreuter schneeknirschend ein, „wir haben den Schneeball-Effekt völlig unterschätzt.“ Die Polizei muss schließlich ihr Schlitten-Einsatz-Kommando (SEK) anrücken lassen, um die Piste zu räumen. Eingeseift werden muss heute zum Glück niemand.

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Fotos (bearbeitet): 1) Shutterstock 2) Pixabay

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