Merkel zuversichtlich: „Bis zum Sommer erhält jeder Bürger ein Impf-Versprechen“

Seit Wochen reißen die Meldungen um den holprigen Impfstart nicht ab: die Verzögerung durch eine EU-Zulassung, verkorkste Einkaufsverträge, Lieferengpässe und eine angezogene Handbremse beim Verimpfen. Seit Ende Dezember wurden lediglich 1,3 Millionen Deutsche geimpft – im internationalen Vergleich alles andere als ein Ruhmesblatt und Anlass für scharfe Kritik an der Bundesregierung.

Nun geht Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einer klaren Ansage in die Offensive. „Bis Ende des Sommers wird jeder Bürger ein Impf-Versprechen erhalten“, so Merkel bei einem Presse-Termin im Kanzleramt, „das verspreche ich Ihnen.“ Doch dazu sei jetzt eine große Kraftanstrengung der zuständigen Behörden vonnöten, um organisiertes Versprechen zu gewährleisten.

Die Impf-Versprechen können per Brief, Hotline oder an neueingerichteten Versprechens-Schwerpunkten eingeholt werden. Rentner Horst Müller (81) aus Koblenz hat die Hotline als einer der Ersten getestet. Nach nur 30 Sekunden bekam er von der freundlichen Dame im Call-Center ein individuelles Impf-Versprechen: „Herr Müller, wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Sie hiermit eine Impfung versprochen bekommen. Wir melden uns dann, falls es auch noch zu einem Impf-Termin kommen sollte.“

Herr Müller jedenfalls ist sehr zufrieden mit dem neuen Service. Er fühle sich jetzt viel besser als vor dem Versprechen. Die Behörden wollen nun noch mehrere tausend Intensiv-Versprecher zusätzlich einstellen, um den Worten der Kanzlerin bald weitere Worte folgen zu lassen.

Schon jetzt liegt Deutschland bei den Impf-Versprechen vor Israel und den USA. Schließlich sei man in Deutschland erfahren mit Versprechen an der Menschheit, so Merkel zufrieden. Eine hohe Versprechensrate sei also gesetzt.

Im Januar war Deutschland bei der Impf-Versprechens-Quote bereits Spitzenreiter

Wann die Impfungen selbst erfolgen, könne im momentanen Durcheinander natürlich niemand sagen, fügte die Kanzlerin mit einem Augenzwinkern hinzu. „Da können Sie mich auch nach den Lottozahlen fragen. Oder fragen Sie doch Bundeskanzler Laschet. Verzeihung, das war ein Freud’scher.“

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Weiterlesen: Wie die Regierung dafür sorgt, dass nun wirklich alle zuhause bleiben.

Bild (bearbeitet): Pixabay

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