Nach Merz-Niederlage: Stürmen jetzt militante Millionäre das Konrad-Adenauer-Haus?

Bittere Niederlage für Friedrich Merz: Bei der Wahl um das Amt des CDU-Vorsitzenden musste er sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im zweiten Wahlgang geschlagen geben. Nun fragen sich viele seiner Anhänger, die sogenannten Merzianer, wie das geschehen konnte. Merz, der selbsternannte Mann aus der Mittelschicht, soll bei der selbsternannten Partei der Mitte, nicht genügend Unterstützung erhalten haben? Kaum zu glauben! Eben erst hatte er mit dem lustig-herablassenden „Neid-Steuer“ Vergleich weitere Herzen für sich gewinnen können.

Prompt machten im Internet Verschwörungstheorien die Runde: Laschet sei ein Kommunist und die Abstimmung getürkt. Merz hätte als klarer Sieger hervorgehen müssen.

Am Nachmittag tauchen vor dem Konrad-Adenauer-Haus in Berlin etliche Luxus-Sportwagen und Limousinen auf. Wütende Merzianer, mit „Neidsteuer“ Schildern und Bierdeckeln als Erkennungszeichen, protestieren vor dem Gebäude gegen die ihrer Meinung nach „geklaute Wahl“. Die Polizei beobachtet die angespannte Lage mit Sorge. Einige ältere Herren halten drohend Golf-Schläger in die Luft, vereinzelt schießen Champagner-Korken aus der Menge auf die Beamten. Droht die Erstürmung des Gebäudes?

Ein Merzianer lässt sich von seinem Fahrer Rotwein nachfüllen, während er die Szenerie vom Rücksitz seines Maybachs aus beobachtet. Er meint: „Merz hat uns allen aus der Seele gesprochen. Seit Jahrzehnten werden wir, die Mittelschicht, von denen da unten geschröpft. Merz hat uns, der schweigenden Mehrheit, endlich eine Stimme gegeben. Dass sich jetzt der radikale, linksliberale Flügel unter Laschet den Parteivorsitz durch Betrug gesichert hat, war doch abzusehen. Wir werden diese Wahl anfechten!“

Pünktlich zum Aperitif löst sich die Menge auf ­– man will sich am nächsten Tag nach dem Sekt-Brunch wieder hier einfinden. Eine Revolution ohne Lachshäppchen im Bauch ist nur für den Pöbel.

Friedrich Merz indes hat sich bereits für das Amt des Wirtschaftsministers in Stellung gebracht. So könnte seine Klientel doch noch zum Zuge kommen und auch die Bierdeckel-Industrie könnte, aufgrund der zu erwartenden Großaufträge für Steuererklärungs-Formulare, aufatmen. Zweiter Punkt auf der Agenda des potenziellen Regierungs-CFOs: Bedingungsloser Grund-Neid für alle. Merz: „Die Schere bei der Neid-Verteilung in Deutschland öffnet sich immer weiter. Als Wirtschaftsminister würde ich dafür sorgen, dass der Neid besser verteilt wird und nicht nur auf den Schultern der Besserverdiener lastet! Neid ist keine Einbahnstraße!“

Bilder (bearbeitet): 1) Shutterstock 2) Pixabay

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