Clever: Familie in Wohnmobil nimmt 15km-Radius einfach überallhin mit

Seit Anfang der Woche gelten in vielen Bundesländern verschärfte Corona-Regelungen. Unter anderem die kontrovers diskutierte 15km „Corona-Leine“ zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit wurde je nach Land sehr unterschiedlich umgesetzt. In Sachsen gilt die Regelung bereits seit Dezember, und im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern wird die 15km Luftlinie dort ab dem Wohnbereich gemessen ­– nicht ab der Stadt- oder Landkreisgrenze. 

Ein Umstand, den sich Familie Schneider aus Leipzig zu Nutze gemacht hat. Denn ihr Wohnbereich ist mobil, seit die Familie im Dezember in weiser Voraussicht ihren gewöhnlichen Wohnsitz in ihr Wohnmobil verlagert hat. So können sie den 15km-Radius bequem überallhin mitnehmen und ausgedehnte Kurzurlaube sind auch kein Problem mehr. Derzeit ein absoluter Luxus! Dabei sieht sich Familienvater Thorsten Schneider (56), frühpensionierter Verwaltungsbeamter, keinesfalls als Gegner der Corona-Regelungen, sondern achtet pedantisch auf deren Einhaltung: „Wenn wir unser Wohnmobil in Sachsen zu Fuß verlassen, achten wir per Google Maps genau darauf, dass wir uns nicht mehr als 15km vom Wohnmobil entfernen. Ich bin ein gesetzestreuer Bürger und wahrscheinlich einer der wenigen, der die Regeln nicht nur liest, sondern auch im Wortlaut umsetzt. Befinden wir uns gerade in einem anderen Bundesland, gelten natürlich die dortigen Regeln.“

Auch bei den Kontaktregeln hält sich die Familie strikt an die Vorgaben, die nur einen Besucher pro Haushalt erlauben. „Wir sind da sehr konsequent – immer nur ein Besucher im Wohnmobil gleichzeitig. Manchmal stehen die sogar Schlange! Bei der Anzahl der Besucher pro Tag gibt es ja keinerlei Begrenzung, was ich sehr fair finde. Aber ob das alles logisch im Sinne der Pandemiebekämpfung ist, muss die Politik entscheiden.“

Am Beispiel der Familie Schneider zeigt sich, wie Deutschland mittels klarer, nachvollziehbarer Regeln und einem Schuss Föderalismus die Pandemie in den Griff bekommen kann. Die Schneiders wollen nun als gutes Vorbild durch ganz Europa reisen. „Hoffentlich können wir viele Mitbürger mit unserer positiven Einstellung zu den Regeln anstecken!“

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Foto: Shutterstock

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